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Auch Engel dürfen lachen…

Mit Humor durch die Festtage

Depressionsschübe, Familienkrisen, Ehekräche, alte Wunden, die aufbrechen - dafür sind die Festtage berüchtigt. Humor kann zum Zaubertrank werden, der dies alles in Schmunzeln und Lachen verwandelt. Es braucht nur ein wenig Mut und einen inneren «Schubs».

Interview von Dr. Walter Roth, Redaktor mit Emil Herzog, Manager, Kabarettist, Humortrainer.

«Wie kann Humor Advents- und Festtage entschärfen und aufheitern?»
«Zuerst sei festgehalten: Humor ist nicht Witze erzählen (schon gar nicht aus den unteren Schubladen), sondern eine Herzens-Haltung, die alles durch die Goldrandbrille betrachtet und überall die heiteren Seiten hervor holt. So wird Humor zum Entstresser, Perspektivenwechsler und zum Beziehungs-Schmiermittel. Er ist auch keine besonders schwierige Kunst für wenige: Ein bisschen Mut zum Ungewohnten und Geduld zu Nachgraben genügen. Motto: jeden Festtag es chliises Risikööli...»

«Was gibt es für Möglichkeiten, um eine humorvolle Note in Advents- und Festtage hinein zu bringen?»
«Eine sehr gute Frage ist immer: Wo in meinem Leben habe ich lustig gewirkt? Unter welchen Umständen? Mit wem? Jede Familie, jeder Freundskreis hat einen grossen Schatz an komischen Begebenheiten, die man ausgraben, wieder erzählen, nachspielen kann. Was kann ich, das andere zum Lächeln oder Lachen bringt? Wer geduldig genug sucht, wird fast immer fündig. Jeder Mensch hat Humor-Ressourcen. Und dann heisst es einfach mutig hinein springen. Wenn etwas misslingt, ist ja auch das schon wieder komisch und macht beliebt. Oft genügt es schon, die ohnehin vorhandene Stimmungen zu übertreiben. Wer extrem ernst und feierlich tut, wirkt bereits schon lustig. Solo oder gemeinsames Singen hilft immer. Wenns misslingt oder niemand mehr die Strophen weiss, was geschieht? Alle lachen!»

«Gibt es konkrete Tipps, um Parties und Festessen humorvoll aufzulockern?»
«Oft muss man ein bisschen Regie anwenden. Aber meist braucht es gar nicht viel. Z.B. jeder Gast bringt eine kleine heitere Geschichte mit und erzählt sie in 2-3 Minuten. Oder jede Eingeladene bringt ein ungewöhnliches Element in seine Kleidung (eine knallrote Fliege, ein kesses Hütchen etc.). Gut wirkt auch ein Motto für das Fest, z.B. Natale Italiano. Alle Teilnehmenden tragen dann etwas zum Thema bei. Sehr wirksam ist auch immer «Feiern mit Bewegung», bei dem man immer wieder mal aufsteht, sich bewegt, lacht und sich wieder neu mischt. Nichts Schrecklicheres als 4 Stunden auf einem Stuhl mit denselben Nachbarn fest zu kleben. Schon ein gelungener Cartoon auf der Einladung kann das Eis brechen. Oder Sie machen von jedem Gast ein Polaraoid-Porträt, heften es an eine Pinwand und eine Sprechblase daneben, die er/sie mit einem passenden Spruch füllt.»

«Worauf sollte man sonst noch achten, damit das Projekt «Heitere Festtage» gelingt?»
«Ganz wichtig ist: Sich nie über andere Menschen lustig und dabei diese lächerlich machen. Das kann tief verletzen und schlägt immer auf die «TäterInnen» zurück. Aber wer den Mut hat, sich selber lächerlich zu machen, wird von allen geliebt. Wenn es ihnen einmal gelingt, über diesen Schatten zu springen, werden Sie es nie vergessen. Und noch eine Bemerkung zum Schluss: Humor entspringt immer aus der tiefen Überzeugung, dass die Welt nicht unrettbar verloren ist. Das ist sein spiritueller Untergrund, der somit gar nicht schlecht zum Weihnachtsfest passt. Im Grunde ist Weihrauch nur die alte Form der Nebelmaschine...»

Der Weihnachts-Tango - Der Bewegungs-Hit!

Advent.. Advent... wänn's Cherzli brännt.
(3 Schritte nach rechts)
Advent... Advent... wänns Cherzli brännt.
(3 Schritte nach links)
Zerscht eis - dänn zwei - dann drü - dänn vier.
(4 Schritte nach rechts)
Dänn staht s'Christchindli vor de Tür. Olé!
(am Ende : wuchtige Tango-Armbewegung!!)

Im Tango-Rhythmus zu singen. Schritte dazu ausprobieren. Man findet sie rasch (einfach einen Fuss nachziehen).

Mehr über den Interviewer http://www.walter-roth.ch

16.11.2009

 

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